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Donnerstag, 2. September 2010
 
 
Nachrichten des Deutschen Komponistenverbandes
Die Nachrichten des Deutschen Komponisten-Verbandes.

Fernsehpreis ohne Musik-Auszeichnung Drucken E-Mail
Montag, 30. August 2010
Für Unruhe und Ärger im Kreis der Kreativen sorgen derzeit die Veränderungen bei den Statuten des Deutschen Fernsehpreises. Eine Reduzierung von 27 auf 18 Kategorien hat den Bereichen, in denen bisher Autoren- und Kreativleistungen ausgezeichnet wurden, den Garaus gemacht. Neben dem Preis in der Kategorie „Beste Musik“ wurden auch die Auszeichnungen für die „Beste Regie“ und das „Beste Buch“ sowie die Kategorien „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“ und „Beste Ausstattung“ ersatzlos gestrichen.
Neben anderen Urheberverbänden hat sich nun auch die GEMA zu den beschlossenen Reformen geäußert. Jörg Evers, Vorsitzender des Aufsichtsrats der GEMA und Präsident des Deutschen Komponistenverbandes, sagte in einer Pressemeldung der GEMA: „Musik im Fernsehen ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil des Programms und trägt in großem Maße zum Erfolg und zur Vielfalt des Fernsehens bei. Die Stifter des Deutschen Fernsehpreises sollten ein Zeichen für die Wertschätzung der Urheber und ihrer schöpferischen Leistung setzen und dieses – neben fairen Auftragsbedingungen für Komponisten – auch bei der Preisverleihung des Deutschen Fernsehpreises sichtbar machen.“

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Harald Banter Ehrenmitglied im Deutschen Textdichter - Verband Drucken E-Mail
Donnerstag, 15. Juli 2010

Harald Banter  Ehrenmitglied im Deutschen Textdichter - Verband

Das Vorstandsmitglied des Deutschen Komponistenverbandes, der Komponist Prof. Harald Banter, wurde Ende Juni 2010  in der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Textdichter-Verbandes zum Ehrenmitglied ernannt. Der Deutsche Komponistenverband wertet dies als eindrucksvolle Geste des Zusammenhalts zwischen den Autoren.
Frank Dostal, der Präsident des Deutschen Textdichter-Verbandes, sagte dazu: „Harald Banter macht sich seit Jahrzehnten mit Können, Wissen und Weisheit ehrenamtlich um die GEMA verdient. Er ist ein derart leuchtendes Beispiel für berufsständische Solidarität, dass wir voller Bewunderung und Dank mit ihm zum ersten Mal einen Komponisten zum Ehrenmitglied des Deutschen Textdichter-Verbandes ernennen. Sein einziger Fehler war bislang, kein Textdichter zu sein.  Dies ist nun korrigiert. Harald Banter ist einer von uns!"

 
Ordentliche Mitgliederversammlung des DKV in Berlin Drucken E-Mail
Montag, 28. Juni 2010

Mitgliederversammlung des Deutschen Komponistenverbandes                 Wiederwahl des DKV-Präsidenten Jörg Evers

Berlin, 28. Juni 2010

Ein zufrieden stellendes Fazit hat der Deutsche Komponistenverband (DKV) auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung für die zurückliegenden drei Jahre Verbandsarbeit gezogen. Durch kontinuierliche Mitarbeit in nationalen und internationalen kulturpolitischen Gremien und Verbänden konnten die Standpunkte des Verbandes zu urheberrechtlichen und vertragsrechtlichen Fragen, Problemen der Kulturförderung, zur Bekämpfung der Internetpiraterie sowie zur europäischen Kulturpolitik deutlich gemacht werden. So lautet das erfreuliche Resümee des 7-köpfigen Präsidiums. Als besonderen Erfolg verbuchte Jörg Evers, dass die Stimme der Komponisten in den EU-Generaldirektionen inzwischen gehört und explizit nachgefragt werde.

Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Komponistenverbandes in Berlin wurde der amtierende Präsident Jörg Evers (München) in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurde sein Stellvertreter Prof. Lothar Voigtländer (Berlin). Außerdem wurden in das Präsidium erneut gewählt: Prof. Harald Banter (Köln), Prof. Helmut W. Erdmann (Lüneburg), Dr. Rainer Fabich (München), Johannes K. Hildebrandt (Weimar) und Prof. Manfred Schoof (Lohmar).

Als besondere Herausforderung für die kommende Amtsperiode bezeichnete der alte und neue Präsident die Positionierung des DKV zu den Gesetzesvorschlägen des so genannten "Dritten Korbes" der Urheberrechtsreform. "Wir müssen erreichen, dass die von der Bundesjustizministerin in Aussicht gestellten rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Leistungsgerechtigkeit für Urheber und ausübende Künstler auch in der digitalen Welt sichern sollen, zügig umgesetzt werden. Zudem müssen mit Nachdruck die ISP's in die Verantwortung für illegale Verbreitung von Inhalten im Internet genommen werden.", sagte Evers nach der Mitgliederversammlung. Außrerdem fordert Evers eine stärkere Präsenz der Musik deutscher und in Deutschland lebender Komponisten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Hier erkennen wir Verbesserungsbedarf", so Evers. "Sowohl quantitativ als auch qualitativ sind die in Deutschland lebenden und arbeitenden Komponisten nicht adäquat in den Programmen der öffentlich-rechtlichen Medien vertreten. Der Schulterschluss der Rundfunkanstalten mit ihren einheimischen Künstlern funktioniert z.B. in Frankreich und Großbritanien wesentlich besser."


 
DKV und CC beim Tag der Filmusik Drucken E-Mail
Freitag, 25. Juni 2010

DKV und CC beim Tag der Filmmusik  filmtonart

Als musikalischen Auftakt zum Filmfest München hat der Bayerische Rundfunk am 24. Juni 2010 zum zweiten Mal zum Tag der Filmmusik eingeladen. Mit über 400 angemeldeten  Besuchern und zahlreichen spontanen Gästen hat sich der Zuspruch gegenüber dem vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.                                                                                                                              Der Deutsche Komponistenverband und der CC Composers Club als Kooperationspartner des Bayerischen Rundfunks gestalteten das Panel zum Thema „Der deutsche Film im Aufwind“.  
Unter der Leitung von Ralf Weigand diskutierten Marcel Barsotti, Rainer Fabich und  Ralf Wengenmayr und die Leiterin des Programmbereichs Spielfilm des Bayerischen Rundfunks, Bettina Reitz, ob und wie deutsche Komponisten von der steigenden Anerkennung deutscher Filme auf dem internationalen Podium profitieren können. Dabei wurden sowohl die positiven Entwicklungen als auch Defizite herausgestellt.
Insgesamt sechs Panels boten prominenten und  kompetenten Gästen Gelegenheit
die unterschiedlichsten Themen zu beleuchten.
Unter anderem entwickelte Enjott Schneider, Filmkomponist und Professor an der Münchner Hochschule für Theater und Musik, mit vier seiner Filmmusikstudenten in der interaktiven Veranstaltung „Wie klingt ein Bild? Live erleben, wie Filmmusik wirkt“,  live auf der Bühne drei Musik-Vorschläge zu einem Kurzfilm.


 
Initiative Urheberrecht zur Rede der Justizministerin Drucken E-Mail
Donnerstag, 17. Juni 2010
Die Initiative Urheberrecht, der der Deutsche Komponistenverband seit ihrer Gründung vor zehn Jahren angehört, hat sich in einer Pressemitteilung positiv zur Urheberrchts-Rede von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geäußert. Anlass für die Rede der Ministerin war die Eröffnung des „Dialogs zum 3. Korb der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“ am 14. Juni in Berlin.

Der Wortlaut der Pressemitteilung:

Leistungsgerechtigkeit für Urheber tut Not

Die Initiative Urheberrecht hat die Berliner Rede von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum Urheberrecht begrüßt. Nach einem Treffen in Berlin teilte die Initiative mit, dass sie die Prämissen des Ministeriums zur Weiterentwicklung des Urheberrechts in der digitalen Welt teile.

In ihrer Rede hatte die Ministerin angekündigt, die Reform des Urheberrechts unter den Bedingungen der „digitalen Revolution“ vorantreiben zu wollen, um die Selbstbestimmung der Urheber und ihre Persönlichkeitsrechte zu sichern, Leistungsgerechtigkeit herzustellen und Regeln zu schaffen, die das Auskommen der Urheber sichern. Die Initiative hat beruhigt zur Kenntnis genommen, dass die Ministerin Vorstellungen von einer unreglementierten Nutzung geschützter Werke und Darbietungen im Internet eine klare Absage erteilt hat.

Die Initiative verwies darauf, dass es die Verbände mit Sorge erfülle, wie die Urheber immer mehr an den Rand urheberrechtlicher Debatten gedrängt würden. Deswegen sei es an der Zeit gewesen, dass die Ministerin die Urheber wieder in das Zentrum der Überlegungen gerückt habe. Insbesondere in der europäischen Diskussion werde der Stellenwert der Kreativen vernachlässigt. Die Initiative Urheberrecht mahnte zugleich weiteren Reformbedarf an. Nach wie vor seien die gesetzlichen Regelungen zu wenig geeignet, die wirtschaftlich schwache Position der Urheber zu verbessern. Dies zeige sich etwa an unzureichenden Bestimmungen zur Durchsetzung gesetzlicher Vergütungsansprüche, etwa beim Verleihrecht oder für privates Kopieren, aber durchaus auch noch im Verhältnis zu Verlagen und anderen Verwertern. Die Ministerin hat rechtliche Rahmenbedingungen in Aussicht gestellt, die Leistungsgerechtigkeit für Urheber und ausübende Künstler sichern. Die Initiative Urheberrecht erwartet, dass dabei die ideellen und materiellen Interessen der Urheber auch real in den Mittelpunkt des Urheberrechts gestellt würden. Bei der bevorstehenden Umsetzung des Gesetzesvorhabens müsse dies als Maßstab an Gesetzesvorschläge angelegt werden, so die Initiative.

Die Initiative Urheberrecht, ein Zusammenschluss von Verbänden der Urheber aus allen Bereichen des kreativen Schaffens, wurde vor 10 Jahren gegründet, um gemeinsam die Stimme der Urheber zu Gesetzesvorhaben zu artikulieren.
 
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